Jüdische Familien lebten seit 1596 in dem ritterschaftlichen Dorf Baisingen (heute Stadtteil von Rottenburg am Neckar). 1784 ließen sie die Synagoge im Judengäßle erbauen. 1838 wurde das Gebäude umgebaut, am 10. November 1938 im Innern verwüstet und in der Folge als Scheune genutzt.
1988 erwarb die Stadt Rottenburg das in Privatbesitz befindliche Gebäude, welches am 8. November 1998 als Gedenkstätte eröffnet wurde. Nach dem Restaurierungskonzept werden alle Phasen der Gebäudegeschichte – Synagoge, Verwüstung 1938, Scheune – sichtbar bleiben. Mit diesem Konzept wird ein neuer Weg im Umgang mit dem Erbe des südwestdeutschen Landjudentums versucht: Die „ganze“ geschichtliche Wahrheit, soweit sie das Bauwerk vermitteln kann, erfahrbar zu machen, in der Begegnung mit dem Denkmal.
Gedenkstätte Synagoge Rottenburg-Baisingen
Kaiserstr. 59a
72108 Rottenburg-Baisingen
Tel.: (0049) 7472/165-351
Fax: (0049) 7472/165-392
Email:
museen@rottenburg.de Das Sumelocenna-Museum zeigt - mit einer 32 m langen Toilettenanlage - einen Ausschnitt der antiken Stadt und vermittelt in didaktisch vorbildlicher Weise einen Einblick in das Alltagsleben zu römischer Zeit. Das Lapidarium im Stadtgraben, das Römerbad unter dem Eugen-Bolz-Gymnasium, die Römerquelle in Bad Niedernau und die römische Wasserleitung in Obernau ergänzen das Bild der römischen Epoche Südwestdeutschlands.
Sumelocenna, das heutige Rottenburg, wurde gegen 85 n.Chr. in der Regierungszeit des Kaisers Domitian gegründet. Anfangs Verwaltungssitz einer kaiserlichen Domäne, wurde es um die Mitte des 2. Jahrhunderts Hauptort der Civitas Sumelocennensis, einer Region, die den gesamten Neckarraum umfasste und nach Westen bis zum Schwarzwald reichte.
Sumelocenna - Römisches Stadtmuseum
Am Stadtgraben
Postfach 29
D - 72101 Rottenburg am Neckar
Telefon (0 74 72) 16 53 51, 16 53 71
Telefax (0 74 72) 16 53 92
Email: museen@rottenburg.de
Internet: www.rottenburg.de
Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen faßte 1819 den Entschluß, die Stammburg des Hauses Hohenzollern wieder aufzubauen. Ab 1850 verwirklichte er seinen so lange gehegten Traum und schuf eine der imposantesten Burganlagen Deutschlands im neugotischen Stil. Sie besteht aus einem vieltürmigen Schloß und Wehranlagen, die ein Meisterwerk der Kriegsbaukunst des 19. Jahrhunderts darstellen. Ihre Ergänzung mit zivilarchitektonischen Elementen verleihen einen besonderen Reiz. Prinz Louis Ferdinand von Preußen ließ die Burg ab 1952 mit künstlerisch wertvollen und historisch bedeutsamen Gegenständen zur Geschichte Preußens und seiner Könige ausstatten. Neben Gemälden namhafter Maler (Honthorst, Pesne, v.Werner, v.Lenbach, Laszlo) gehören dazu insbesondere Gold- und Silberschmiedarbeiten des 17. bis 19. Jahrhunderts.
72379 Burg Hohenzollern
Telefon: (0 74 71) 9 35 00
Fax: (0 74 71) 93 50 93
Internet:
http://www.burg-hohenzollern.com
Öffnungszeiten:
Täglich von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Die Geschichte des Museums ist eine kurze. Nach der Renovierung des Schloßgebäudes (1979-1994) war es möglich, hier beinah alle denkmälerorientierten Wissenschaften samt ihrer teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurückreichenden Lehrsammlungen unterzubringen und der Öffentlichkeit in Form eines Museums zugänglich zu machen. Ziel und Aufgabe des Museums ist es einerseits der Ausbildung der Studenten zu dienen und andererseits auch der nichtuniversitären Öffentlichkeit einen Zugang zu den einzelnen Fächern zu ermöglichen.
Eröffnet wurde das Museum 1997 im Ost- und Nordflügel, 1998 dann auch im Fünfeckturm. Es bietet auf ca. 2000m² rund 4600 Exponate. Es vereint Objekte aus den Lehrsammlungen der Institute für Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie einschließlich der Numismatischen Arbeitsstelle, für Ägyptologie, des altorientalischen Seminares sowie der Ethnologie.
In Sonderausstellungen berichten die einzelnen Abteilungen zudem immer wieder von ihrer Arbeit, von wichtigen Neufunden, von aktuellen Forschungsergebnissen. Auch zeitgenössische Künstler lassen sich von den Exponaten für ihre Werke inspirieren und stellen zwischen den archäologischen und ethnologischen Objekten aus. Für Gruppen von Kindern und Jugendliche werden Themenbereiche wie Steinzeitwerkstatt, Hieroglyphen, antike Kleidung, Tattoo u. a. in Kursen angeboten.
Der Rittersaal mit der Abgußsammlung ist seiner ungewohnten, friedlich-leichten Athmosphäre wegen zu einer beliebten Stätte für Dichterlesungen, Musikmatinées und Empfänge geworden. Die Geschichte der einzelnen Sammlungen ist eine lange, abwechslungsreiche und spannende. Die teils schon seit dem 18. Jahrhundert angesammelten Bestände gehen zurück auf private Stiftungen sowie auf Forschungen und Grabungen von Tübinger Gelehrten. Abgesehen von ihrer wichtigen Funktion als Lehrsammlungen für den akademischen Unterricht spiegeln sie auch ein gutes Stück Wissenschaftsgeschichte. Sie verdeutlichen die gewaltigen zeitlichen und räumlichen Dimensionen, mit denen sich die denkmälerorientierten Kulturwissenschaften befassen, von der Eiszeit bis ins zwanzigste Jahrhundert, und von der Südsee bis zur Schwäbischen Alb. So dürfte jeder Besucher hier ihn Interessierendes finden.
Museum Schloß Hohentübingen
Burgsteige 11
72070 Tübingen
Tel.: 07071/ 29 773 84
Fax: 07071/ 29 56 59
E-Mail:
museum@uni-tuebingen.de
Öffnungszeiten:
01.05. bis 30.09. Mi bis So 10-18 Uhr
01.10. bis 30.04. Mi bis So 10-17 Uhr
Das Schloß Lichtenstein wurde 1840 - 1842 bis zur heutigen Form erweitert. Bei der Umbauaktion wurde das zweite, das dritte Stockwerk und der Turm hinzugefügt. Die Führung zeigt Burghof, Waffenhalle, Schloßkapelle, Trinkstube, Königszimmer, Wappenzimmer, Erkerzimmer und den Rittersaal und im Treppenhaus den berühmten Schützen vom Lichtenstein.
Unter den Exponaten befindet sich auch der berühmte "Armbrustschütze vom Lichtenstein" und das weltlängste Champagnerglas sowie viele andere beeindruckende Bilder und Unikate Das Schloß mit Umgebung wirkt besonders malerisch im Frühjahr und im Herbst wenn das Laub sich verfärbt.
72805 Lichtenstein/Württemberg
Telefon: 07129 / 4102
Fax: 07129 / 5259
Internet:
http://www.urach.de/html/lichtenstein.htm